Vergleich: Ferrit- und Neodym-Magnete

In diesem Artikel vergleichen wir zwei Arten von Magneten, die wir in unserem E-Shop verkaufen: Neodym-Magnete und Ferrit-Magnete.

Kurzübersicht

Die Hauptunterschiede sind:

  • Erscheinungsbild – Ferrit-Magnete sind schwarz, Neodym-Magnete haben meist eine glänzende Metalloberfläche
  • Haftkraft – Neodym-Magnete sind bis zu 10-mal stärker als Ferrit-Magnete
  • Preis – Neodym-Magnete sind teurer als Ferrit-Magnete
  • Sprödigkeit – Neodym-Magnete sind spröder als Ferrit-Magnete
  • Beständigkeit gegen Feuchtigkeit – gewöhnliche Neodym-Magnete rosten in einer feuchten Umgebung, Ferrit-Magnete rosten nicht
  • Hitzebeständigkeit – Ferrit-Magnete können bei höheren Temperaturen verwendet werden als Neodym-Magnete
  • Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung – Ferrit-Magnete können an Haftkraft verlieren, wenn sie in ein starkes Magnetfeld gebracht werden

Erscheinungsbild

Ferrit-Magnete
Ferrit-Magnete
neodym-Magnete
Neodym-Magnete (Nickelbeschichtung)

Ferrit-Magnete haben eine schwarze Farbe. Die Farbe von Neodym-Magneten hängt von der Oberflächenbehandlung ab. Am häufigsten wird Nickel verwendet. Es gibt jedoch noch weitere Arten der Oberflächenbehandlung von Neodym-Magneten:

Neodym-Magnete – Quader
Nickel
Zink
Zink
Gold
Gold
Epoxidharz
Epoxidharz
Kunststoff
Kunststoff
Gummi
Gummi

Lesen Sie mehr über die Vor- und Nachteile verschiedener Arten der Oberflächenbehandlung. In unserem E-Shop verkaufen wir am häufigsten Neodym-Magnete mit einer Nickelbeschichtung, wir bieten jedoch auch verzinkte, vergoldete, gummierte oder mit einer Epoxidharzschicht versehene Magnete an.

Haftkraft

Neodym-Magnete sind etwa 10-mal stärker als Ferrit-Magnete gleicher Abmessungen:

Neodym vs. Ferritmagnete
Ein Neodym-Scheibenmagnet 15×5 mm ist bis zu 10-mal stärker als ein Ferrit-Magnet gleicher Abmessungen.

Wenn Sie einen Magneten mit möglichst großer Haftkraft benötigen, sind Neodym-Magnete die bessere Wahl als Ferrit-Magnete. In manchen Fällen kann ein Neodym-Magnet zu stark sein. In diesem Fall ist die Verwendung eines Ferrit-Magneten besser.

Neodym-Magnete eignen sich auch, wenn Sie wenig Platz haben und der Magnet klein sein muss. Mit Neodym-Magneten erreichen Sie die gleiche Kraft bei deutlich geringerem Volumen:

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Preis

Neodym-Magnete sind 3-5 mal teurer als Ferrit-Magnete gleicher Abmessungen. Vergleicht man jedoch Magnete mit gleicher Haftkraft (zum Beispiel eine 5×3 mm große Neodym-Scheibe und eine 15×5 mm große Ferrit-Scheibe), sind Neodym-Magnete günstiger.

Ferrit-Magnete haben ein besseres Preis-/Volumenverhältnis, Neodym-Magnete hingegen haben ein besseres Preis-/Haftkraft-Verhältnis.

Die Preise einzelner Magnete finden Sie in unserem E-Shop in den Kategorien Neodym-Magnete und Ferrit-Magnete.

Sprödigkeit

Der Nachteil von Neodym-Magneten besteht darin, dass sie spröde sind und bei Stößen zerbrechen können:

Auch Ferrit-Magnete können bei starken Stößen zerbrechen, sind jedoch langlebiger als Neodym-Magnete.

Die Zerbrechlichkeit von Neodym-Magneten kann durch die Unterbringung in einem stabilen Stahltopf verringert werden. Im Topf untergebrachte Neodym-Magnete bieten alle Vorteile von Neodym-Magneten und sind zugleich nicht so zerbrechlich, da der Stahltopf den Magneten vor Stößen schützt.

Feuchtigkeitsbeständigkeit

Herkömmliche Neodym-Magnete mit Nickeloberfläche sind für den Einsatz in feuchter Umgebung nicht geeignet, da sie rosten können. Dieses Problem kann durch die Wahl der richtigen Oberflächenbehandlung gelöst werden. Als Oberflächenbeschichtung eignet sich am besten Gummi oder Kunststoff, welche den Magneten 100 % vor Feuchtigkeit schützt. Sie können auch Magnete mit einer Schutzschicht aus Epoxidharz oder Gold verwenden, diese Schicht kann sich jedoch mit der Zeit abreiben.

Ferrit-Magnete sind korrosionsbeständig. Daher können sie auch ohne schützende Oberflächenbehandlung in feuchten Umgebungen eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Welche Oberflächenbehandlung soll ich wählen?

Alle für den Einsatz in nassen Umgebungen geeigneten Magnete finden Sie in der Kategorie Wasserdichte Magnete.

Hitzebeständigkeit

Ferrit-Magnete sind temperaturbeständig bis 250 °C.

Herkömmliche Neodym-Magnete beginnen ab einer Temperatur von etwa 80 °C dauerhaft einen Teil ihrer Haftkraft zu verlieren. Es gibt allerdings auch Sondertypen von Neodym-Magneten mit einer Temperaturbeständigkeit bis 240 °C. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel zum Einfluss der Temperatur auf die Haftkraft von Magneten.

Unser Angebot an hitzebeständigen Magneten finden Sie in der Kategorie Magnete mit hoher Temperaturbeständigkeit.

Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung

Wenn Sie einen Ferrit-Magneten in ein starkes Magnetfeld platzieren, kann er etwas von seiner Haftkraft verlieren. Dies passiert am häufigsten, wenn Sie einen Ferrit-Magneten neben einen Neodym-Magneten legen. Der Neodym-Magnet erzeugt um sich herum ein starkes Magnetfeld, das den Ferrit-Magneten teilweise entmagnetisiert.

Um einen Verlust der Haftkraft zu vermeiden, halten Sie Ferrit-Magnete einige Zentimeter von Neodym-Magneten entfernt.

Neodym-Magnete sind wesentlich widerstandsfähiger gegen Entmagnetisierung durch ein äußeres Magnetfeld und verlieren unter normalen Bedingungen nicht an Haftkraft.

Zusammenfassung

Herkömmliche Neodym-Magnete sind 10-mal stärker als Ferrit-Magnete, verlieren jedoch bei Temperaturen über 80 °C ihre Haftkraft, rosten in feuchter Umgebung und werden spröde. Es gibt jedoch auch spezielle Neodym-Magnete, die wasserdicht und hochtemperaturbeständig sind oder in einem schützenden Stahltopf untergebracht sind, der ihre Zerbrechlichkeit verringert.

Ferrit-Magnete können problemlos in feuchter Umgebung oder bei hohen Temperaturen bis 250 °C eingesetzt werden. Sie sind weniger spröde und günstiger als Neodym-Magnete. Aber sie sind viel schwächer.

Meistverkaufte Neodym-Magnete

Meistverkaufte Ferrit-Magnete

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